Der Dill

Der Dill

Ein Franke machte Urlaub und legte sein Gewicht
Auf eine Gegend, in der man hochdeutsch spricht

Bleiben wollte er so um die zwei Wochen
Für´s leibliche Wohl wollt er sich selbst kochen

Eine Kochzeile musste im Zimmer sein
Auch eine Kühlung für Fisch und für Wein

Das Wassergetier hatte schnell er erstanden
Doch irgendwas war noch nicht vorhanden

Er grübelt nach, weil es ihm nicht einfallen will
Na klar, das ist es, es fehlt noch der Dill

Nicht weit gab es einen Grünen Markt
Schnell hingefahren, davor geparkt

Und weil er das Kräutlein nicht gleich sah
Da fragt der Franke halt mal die „Fraa“

Er reichte ihr eine Gurke, kein Problem heutzutage
„Entschulchung, ham Sie än Dill do?“ war die Frage

Die er dann noch stellte, er hätt es besser gelassen
Die Marktfrau ruft: „Ja ist das den zu fassen?“

„Du Saubär, du Wutz“, ja sie hat richtig gebebt
Und zu guter Letzt ihm auch noch eine geklebt

Einen Dildo hab ich nicht, das kannst du doch sehn
Für so einen Schweinkram musst du woanders hingeh’n

Der Franke ist bleich, fragt sich was sie will
Das Fazit ist nun, es gibt Fisch ohne Dill

Tom Di Luc
Copyright 2019

Frühlings-Schneien

Endlich wieder moderate Temperaturen, endlich wieder raus in die Natur. Endlich wieder mal dem Krach und Gestank entfliehen, frische Luft atmen, Ruhe genießen.
Ja und dabei fällt einem dann doch mal etwas Poetisches ein:

Frühlings-Schneien

April ist es, die Sonne lacht
Auf einmal die Natur erwacht

Alles sprießt, es brechen die Knospen
Das Auge kommt voll auf die Kosten

Plötzlich fing es kräftig an zu schnei´n
Bei Sonnenschein kann das nicht sein

Es war der Wind, mit einem Stoß
Schickte es von einer Kirsche los

Über und über mit Blüten bestückt
Alleine davon ist man schon verzückt

Es löste der Windstoß zarte und weiße
Filigrane Blütenblätter auf die Reise

Leicht flogen sie, ohne Ach und Weh
So schaut er aus, der Frühlings-Schnee

Copyright Tom di Luc 2018

Fastnacht in Franken 2018 Veitshöchheim

Fastnacht in Franken 2018 – Veitshöchheim

Einunddreißig-Punkt-Null – Fastnacht in Franken
Wie es mir gefiel? Ich kam ins Wanken

Diesmal fange ich mein persönliches Resümee von hinten an
Da ging es nicht nur um eine Frau oder einen Mann

Die Altneihauser Feierwehrkapell´n benahm sich sehr daneben
Bei mir hat´s zum Schluss einen faden Nachgeschmack gegeben

Zu persönlich, beleidigend, unter (Tschuldigung) aller Sau
bei diesem Geschwafel wurde mir im Magen ganz flau

Und sagen kann ich es für mich in Kürze
Es gab nur wenig intelligente Würze

Tissot wie gewohnt in Wortgewalt
Gab zu Beginn der Sendung Halt

Heißmann und Rassau werden auch immer flauer
Mit altem Witz und lauwarmem Kalauer

Selbst Oti Schmelzer, das dachte ich nie
fehl´s diesmal an Spritzigkeit und Esprit

Natürlich habe ich bei ihm süffisant gelächelt
Doch ich fand, er hat diesmal geschwächelt

Das Duo Händel und Heißmann, die waren neu
Spielten und sangen ihr Werk ohne Scheu

Ines Procter kommt mit den Jahren in Fahrt
Performte ihr Thema ganz locker und apart

Aber was war mit ihm, dem Michl Müller?
Für mich war er diesmal nicht der Knüller

Es gab besonders drei, die die Sendung rockten und rissen
Bei einem hab ich gestaunt, bei den anderen mich weggeschmissen

Vor Lachen mir das Zwerchfell bebte
Bei Sebastian Reich und Amanda, die lebte

Richtig auf, als es ging um ihren Schwarm
Sie hüpfte dabei fast von Sebastian´s Arm

Intelligent, tiefsinnig, ja so kann es nur einer tun
Von wem ich spreche? Na von Peter Kuhn

Wie es so war, die Messlatte lag hoch oben
Ich ziehe vor ALLEN meinen Hut und kann nur loben

Einen jeden Menschen, der daran beteiligt war
Von den Hintergrundleuten bis zum (Alt-)Star

Ob Körperbeherrschung oder des Wortes Kunst
Sie alle verdienen unsere Achtung und Gunst

Vielleicht eine Anregung, dass man nicht immer setzt
Auf alte Pferde, auch die sind irgendwann abgewetzt

Wo bleibt die Vielfalt, die kleinen Beiträge?
Als ob die Welt nur den Berühmtheiten zu Füßen läge

Ihre Nummern 20 Minuten und länger – ich sag nicht „wow“
Denn macht ihr vom Sender so weiter, wird’s eine One-Man-Show

Wie man gesehen hat – vorausgesetzt, man hat tiefer geschaut
Sind die Ideen der Prominenten ziemlich abgeflaut

Es ist der Lauf der Dinge, dass es nicht endlos geht
Zu werden und bleiben, ein Publikumsmagnet

Ist das Glas randvoll, geht nichts mehr hinein
Etwas mehr Offenheit kann da ziemlich sinnvoll sein

Oder zählen wirklich nur die Einschaltquoten
Die angezeigt werden von Leuchtdioden?

Des Fastnachts Sinn bleibt da verwehrt
Ist euch das alles nichts mehr wert?

Und so ende ich diesmal meine gereimten Zeilen
Mit der Bitte, nicht auf dem hohen Sockel zu verweilen

Wünsche euch frische Akteure und viele Ideen
Hat sich was geändert? Ich werd´s in einem Jahr seh´n

Beste Grüße Euer
Tom di Luc

Höhere Macht

Die Frage stellt sich, ob es eine Höhere Macht gibt,
gerade wenn man in einer Kriese steckt. Viele Menschen
suchen nach einer Lösung, nach Verstandenwerden…:

Wo bist du, wo steckst du?, ich bräuchte ein Wunder
Grad geht’s nicht so gut, habe Angst, ich geh unter

Tausend mal gehofft und um Hilfe gefleht
Hin und her überlegt, ob und wie es weitergeht

Nie hatte ich das Gefühl, ich würde gehört
Man erzählt viel von dir, aber ich bin verstört

Denn niemand kann mir deine Existenz belegen
Nur an dich glauben, das wäre der Segen

Nun habe ich geglaubt, du weist mir den Weg
Auch dafür habe ich bis heute keinen Beleg

Verschiedene Kulturen geben dir unterschiedliche Formen
Und die großen Vertreter versuchen dich einzunormen

Dein Bodenpersonal versucht deine Worte zu deuten
Doch jeder versucht die Glocken anders zu leuten

Wer hat die bestimmten Worte aus deinem Munde gehört?
Nachweislich niemand, und doch sind davon viele betört

Von dem, was man über dich reimt und dichtet
Was von wem und wie wird gedeutet und gewichtet

Wurden die Regeln von dir, oder dem Menschen erstellt
Oder wie wurde Homo Sapiens der Geist erhellt?

Ich glaube, ich kann nicht wirklich dran glauben
Solange Menschen vergewaltigen, töten und rauben

Solange es Leid und Gerechtigkeit gibt
Selbst Kummer und Sorgen sind nicht sehr beliebt

Wenn ich dich brauche, bist du nicht da
Es gab auch keinen Moment, dass ich dich je sah

Manche Menschen geben ihre Verantwortung in deine Hände
Wundern sich, dass sich nicht einstellt die Wende

Sie lassen sich lenken durch anderer Geschick
Für Realität fehlt dir der klare und nüchterne Blick

Nun glaube ein jeder an wen, wie und was er will
Solange er für sich und nicht fanatisch verfolgt sein Ziel

Und so gilt der Spruch, ich sag’s ohne Spott
Hilf dir selber, dann hilft dir Gott!

Tom di Luc Copyright 2017

Die Bank – mit Dank

DIE BANK  –  MIT DANK

Sie ist wieder da, dem da oben sei Dank
Die schöne Aussichts- und Ruhe-Bank

Denn Wochen zuvor stand eine unter diesem Baume
Auf ihr zu verweilen, war wie im Traume

Und plötzlich, oh Schreck
War sie weg!

Ich schrieb ein Gedicht, den Verlust zu verkünden
Dass in den Bankräuber möge Reue einmünden:

Wo ist sie denn, die schöne Bank
Ist sie gestohlen, oder krank?

Es war so schön auf ihr zu sitzen
Während Sonnenstrahlen durch die Äste blitzten

Kommt sie wieder, oder bleibt sie weg
Von diesem schönen und ruhigen Fleck?

Wir waren wieder hier und sind zu Danke verpflichtet
Demjenigen, der hat meine Zeilen schwer gewichtet

Und gestiftet hat eine andere Bank
Auf der ich nun ein Kaffeechen trank

Er hat uns zur Freude verholfen, ganz pur
Und bestimmt manchem Freunde, der genießt die Natur

Anmerkung:
Natürlich gilt diese Ode auch für das feminine Geschlecht
Im Falle einer Bankstifterin, was Recht ist, bleibt Recht

Copyright 2017 Tom di Luc

Plumeau oder Bettdecke

Plumeau, auch Bettdecke mit Daunen genannt

Als Kind, hatte man sich unter dem Plumeau versteckt
Damit kein Böser in der Nacht einen entdeckt

Die Decke bot Schutz, wenn es draußen rumorte
Und ein Gewitter mit Donner Blitze in den Himmel bohrte

Unter der Bettdecke ging man auf eine weite Reise
Mit Atlas und Taschenlampe auf seine Weise

Bezogen war sie uni, mit Mustern, mal bunt
Hielt warm, gab Geborgenheit, manchmal ging es auch rund

Unter ihr mit Freunden, beim Spielen, raufen und toben
Der Seegang war stark, das ganze Gestell hat’s verschoben

Damals war ich alleine, denk zurück an die Zeit
Heute ist es anders, heute sind wir zu zweit

Ich spüre deine Haut, genieße deine wohltuende Wärme
Reise unter ihr im Traum mit dir in die Ferne

Copyright 2016 Tom di Luc

Fastnacht in Franken Veitshöchheim 2017

Fastnacht in Franken Veitshöchheim 2017

Auch dieses Jahr, wie soll es anders sein
Gibt es zur Sendung meinen Reim

Es war wie immer eine Wonne
Eine wahre Unterhaltungs-Sonne

Tissot war wieder top und gar nicht faul
Sehr gesteigert hat sich der Jonas Paul

Selbst der Gardetanz war wohlgeraten
Sind nicht nur Tänzer, auch Akrobaten

Der Marco war fürs erste Mal
Mit seiner Art doch ganz genial

Heißmann und Rassau in neuen Rollen
Gingen am Abend in die Vollen

Peter Kuhn, genial, spritzig und perfekt
Hat manch trägen Geist geweckt

Bruno Gold und die Parodis gehen in Rente
Ja, alles hat einmal sein (wohlverdientes) Ende

Bernd Händel war mit Gitarre und wortgewaltig
Als Amerikaner sehr mannigfaltig

Oti Schmelzer, ich sage nur „wow“
Für mich war dies die beste Show

Matthias Walz hat mit gewaltiger Stimme gezockt
Und den ganzen Saal gerockt

Sebastian und Amanda, das ist klar wie Glas
Sind ein perfektes Duo, die brachten Spaß

Michl Müller war sehr kritisch
Und ganz außergewöhnlich politisch

Die Flecklas-Hexen auch ganz ungewohnt
Haben mit interessanter Choreografie belohnt

Als Altneihauser Feierwehrkapell´n bekannt
Zogen sie gewohnt her, übers Frankenland

Nein, der BR hat nicht gekleckert
Deshalb wird auch nicht gemeckert

Mir fehlte nur noch eine besondere Note
Wo bitte ist die Frauen-Quote?

Nur Männlichkeit war im TV
Wo ist sie denn, die Quoten-Frau?

Mein Glückwunsch jedoch geht an alle
Gelungen war’s auf jeden Falle

Ich freue mich, das ist jetzt schon klar
Auf Witz und Esprit im nächsten Jahr

Euer Tom di Luc

Jahresabschluß 2016

Zum Jahresabschluß noch ein Reim,
wie soll es bei mir anders sein:

Liebe Lesebegeisterte:

Ich wünsche Ihnen/Euch allen besinnliche Feiertage
Dass niemand große Sorge plage

Das neue Jahr soll gut beginnen
Und bitte nicht so schnell verrinnen

Soll friedlich sein und ohne Leid
Sei für Veränderung bereit

Sei hilfsbereit und frohgemut
Überlege, wie man Gutes tut

Nimm dich nicht immer so sehr wichtig
Und mach nicht alles kostenpflichtig

Sei einfach auch mal für andre da
Sag auch zur Hilfe ganz laut JA

Gutgehen soll es allen, das ist klar
Dann wird´s ein ganz vernünftig Jahr

Ihr/Dein/Euer
Tom di Luc

Zwei Schnirkelschnecken

Eine Beobachtung im Sommer,
nach einer warmen Regennacht:

Treffen sich zwei Schnirkelschnecken
Auf dem großen Walnussbaum

Bogen am Stamm nicht um die Ecke
Wandelten wie im Traum

 

Lass mich vorbei, du Bandbewährte
Ich möchte gern nach unten

Warum bitte soll ich gewähren
Den Stamm musst du umrunden

 

Ach weißt du was, wir sind doch zwei
Von gleicher Schneckensorte

Wie wär´s mit einer Liebelei
Erst piano und dann forte

 

Zu nutzen unseren Liebespfeil
Warum nicht, das wäre schön

Ein wenig zarte Kurzeweil
Dann lass´ uns unsere Wege geh´n

Tom di Luc Copyright August 2016