Duft oder Gestank

Duft oder Gestank – eine Frage – ja wovon eigentlich?

Für den einen ist es Wohlgeruch, für den anderen penetranter Gestank – also was ist es, Duft oder Gestank.
Ob dies im Kulinarischen ist, oder bei der Körperpflege, am Arbeitsplatz, in der Freizeit, beim Einkaufen oder in der Natur, Gerüche begleiten einen permanent, ob nun möchte, oder auch nicht.
Hier geht es nicht primär um Umweltverschmutzung, Industriegestank, Abgase etc., sondern eher den menschennahen Gerüchen, oder Düften, oder dem Gestank, oder wie man sonst die olfaktorische Wahrnehmung betiteln möchte.

Wir Menschen haben bekanntermaßen einen Stoffwechsel der Warmblüter. Also, was da rein kommt, muss nach der Verwertung wieder irgendwie raus.
Der Toilettengang ist eine Form und ich glaube, dass man die Wahrnehmung über die Nase nicht als wohltuender Duft definiert, sondern eher als das Gegenteil. Obwohl man an diesem Duftspektrum auch wie
Besonders in der Partnerschaft ist dies ein interessantes Thema, denn der Ausspruch: „Ich kann oder mag dich (nicht) riechen“ ist sehr aussagekräftig. Häufig werden feine Körpergerüche mit synthetischen Düften überlagert, so dass das Hormonsystem mit seinen „Antennen“ gar nicht richtig abfühlen kann, ob das Gegenüber zu mir passt…
Das Buch „Maiglöckchenphänomen“ gibt sehr interessante Aufschlüsse.
Sympathie – Antipathie, empathisch, oder nicht, diese Entscheidungen fallen teilweise in Millisekunden.

Düfte zur Manipulation

Düfte werden inzwischen sehr häufig zur unterbewußten Manipulation einesetzt. Manchmal riecht man sie nicht bewußt, aber durch unsere Prägung und Konditionierung verbindet unser Unterbewußtsein dies mit bestimmten, meist positiven Ereignissen. Auch so geht Verkaufsförderung, weckt Begierden oder Appetit.
Selbst in der Partnerwahl haben Düfte ihr Manipulationspotential. So verströmen Frauen in unterschiedlichen Phasen ihres Zyklus, unterschiedliche Hormoncocktails.
Andersherum sind sie deshalb nicht immer empfänglich für den Testosteronüberschwang bei Männern, nämlich dann, wenn eher der Beschützer, denn der Macho auf dem Programm steht.

Künstliche Düfte

Leider werden echte Duftstoffe wie ätherische Öle immer mehr synthetisch hergestellt. Dass diese wesentlich penetranter riechen, ist den meisten Verbrauchern wohl vollkommen egal.

Waschmittelduft – allgemeiner Gestank an jeder Ecke – = Discounter-Mief
Noch schlimmer Weichspüler, Dufttücher u. dgl.
Parfüms und Rasierwasser, Deo und Hygieneartikel – würg…
Auto – künstlicher Lederduft
Geschäfte beduftet
Parfümläden – o Graus
Wunderbäume & Co. – Sind sogar gewässerschädigend und Fischsterben auslösend…
Haltbarer Duft an Bücher aus der Bücherei
Sogar an der stinkigen Zapfsäule bleibt Parfüm und Rasierwasser länger und intensiver als das Benzin haften.

Freiheit Düfte nicht aufgezwungen zu bekommen

Ja, wo ist sie denn, die Freiheit, reine Luft atmen zu können.

Es gibt sie nicht wirlich. Erst wenn der Verursacher, die Verursacherin sich bewußt ist, dass er/sie andere Menschen nicht gefragt habt, ob sie den Duft X überhaupt riechen möchten, ist ein Schritt, ich denke der wichtigste, getan.

Und weitere Schritte könnten folgen.
Genau, könnten!

Zumindest ist weniger mehr und manchmal nichts noch besser.

Oder so…

Ich mach mir mal weiter Gedanken.

Euer frische Luft liebender
Tom di Luc

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