Geschäftsfreundlichkeiten
Geschäftsfreundlichkeiten

Geschäftsfreundlichkeiten

Sie suchten neue Perspektiven für ihre Existenz
Und so begab es sich im Frühjahr, also im Lenz

Dass sie von einer Kundin hörten, die in Not
Was eine Naturkosmetikfirma Feines bot

Sie fragte sie ob sie die Kosmetik nicht nehmen
In ihr Programm, für sie wäre es ein Segen

Ganz unbedarft fragten sie telefonisch an
Am anderen Ende war ein Mann

Der sie die nächsten Jahre sollte begleiten
Kein Sinn stand nach hadern oder streiten

Eine Freundschaft entstand, so haben sie gedacht
Und so manche Tour dorthin gemacht

Die Jahre vergingen, sie knieten sich rein
Der Onlineshop sollte doch vorbildlich sein

Ganz exklusiv durften sie ihn betreiben
Doch mit der Zeit begann es, sich zu reiben

Nichts machte man wirklich richtig
Nur mäkeln und nörgeln, war wohl wichtig

Sie stellten sich dann auf die Hinterbeine
Und plötzlich waren sie ganz alleine

Nichts zählte mehr aus der Vergangenheit
So fühlten sie sich leer, erschöpft und breit

Auf Vorschläge wurde nicht im geringsten eingegangen
Mit der Zeit fühlten sie sich auch ein wenig befangen

Wo war die Freundschaft, die vielzitierte
Komplett hinweg, denn da man gierte

Zu übernehmen alles für einen Apfel und Ei
Wie gesagt, mit der Freundschaft war es vorbei

Geläutert, doch ohne eine Existenzgrundlage
Verzichteten sie auf eine berechtigte Klage

Viel haben sie gelernt, auch viel rein gesteckt
Und ein wenig wurden sie aufgeweckt

Eine Freundschaft bedingt von beiden Seiten
Einander hilfreich und ehrlich sich zu begeleiten

Sie soll nicht so launisch sein, wie der Wind
So dass dies nur Geschäftsfreundlichkeiten sind

Tom Luc mai 2011

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