Outing
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Outing – Mut oder Dummheit?

Früher war das Outing meist mit einem für die Gesellschaft nicht kompatiblen Lebensstil verbunden. Dieser wurde verheimlicht und erst wenn der Druck zu groß wurde, brachte man es ans Licht der Öffentlichkeit.

Heute ist Outing schon fast ein Medienereignis, das den Voyeurismus manches Menschen befriedigt. Facebook & Co. bilden die Plattformen und tausende Folgender rennen visuell Personen oder und Familien hinterher, die ihr Leben in allen Details der Öffentlichkeit preis geben.

Outing kann aber auch helfen, indem man nicht alltägliche Situationen beschreibt und somit Menschen das Gefühl gibt, nicht alleine zu sein, beispielsweise bei selteneren Erkrankungen.

Outing hat natürlich Risiken. Man macht sich noch gläserner, gibt gewisse Informationen preis, die möglicherweise zu unlauteren Zwecken verwendet werden, oder dienen als „Futter“ um einen zu diskreminieren, runterzumachen oder anzufeinden.

Outing heißt meist auch Schwächen im Sinne einer leistungsorientierten Gesellschaft zu zeigen. Eigentlich ist es eher mutig zu sich und seinen „Gebrechen“ zu stehen. Das ist für den Beruf schon problematisch genug. Sind diese allerdings schulmedizinisch nicht zu fassen und einzuordnen, dann wird das Problemchen zu einem großen Problem.
Es gibt sehr viele Menschen, die mit ihren Lebensumständen nicht zurecht kommen. In erster Linie hat dies gesundheitliche oder finanzielle Gründe, woraus sich beide zu einem großen Problem mit Spiralcharakter oder zum Teufelskreis entwickeln.
Davon kann ich selbst ein Liedchen singen…

Outing heißt also auch die Chance zu bekommen, mit Menschen gleicher Interessen oder ähnlicher Ausgangslagen in Austausch zu kommen. Sich mal „auskotzen“, mit jemandem reden zu können, der einen zumindest als Mensch versteht, das wäre ebenfalls ein positiver Aspekt.

Nun denn, das waren meine Gedanken zum heutigen Thema.

Gruß, Euer
Tom

 

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