Rückblick: Tag 1 nach der Ausgangsbeschränkung – 21.3.2020 – Sabine
Rückblick: Tag 1 nach der Ausgangsbeschränkung – 21.3.2020 – Sabine

Rückblick: Tag 1 nach der Ausgangsbeschränkung – 21.3.2020 – Sabine

Tag 1 nach der Ausgangsbeschränkung

Die Nacht war sehr unruhig, habe schlecht geträumt und bin immer wieder aufgewacht. Das kann momentan sehr viele Gründe haben. Es ist nicht nur die Coronakrise und die damit verbundene Ausgangsbeschränkung in Bayern die seit 0 Uhr gilt.

Jedenfalls ziehe ich am morgen den Vorhang zurück, das Rollo nach oben und es ist einfach nur geisterhaft.
Dort, wo sonst knapp 20.000 Autos und LKWs, am Wochenende mittlerweile nur geringfügig weniger, durchdonnern, ist – Stille.

Ab und an ein Auto. Der Krankenwagen, der gerade vorbei fährt, bräuchte gar nicht mit Blaulicht zum Unfallort fahren – einfach Stille.
Es wirkt sehr surreal.
Als ich frische Eier beim Nachbarn unterhalb hole, meint dieser „So ruhig müsst es immer sei“.
Naja, aber bitte ohne Corona-Krise. Und von den Hühner hört man Geräusche, die wir so gar nicht kennen, da sie der Krach übertönt.

Genauso ergeht es uns mit den Vögeln und mittlerweile einer Kröte an unserem Teich, die fröhlich nach einem Weibchen quackt.

Herrlich!

Nach dem Frühstück gehe ich einer seltenen Haushaltsbeschäftigung nach: saugen.
Das kommt in der „normalen“ Zeit mit Stress und Druck in letzter Zeit leider immer zu kurz.
Genauso wie bügeln und ähnliche haushälterische Tätigkeiten.
Endlich kann ich in Ruhe saugen – hat was.

Thomas hat gestern schon Roggenmehl mit unserem 10jährigen Sauerteig angesetzt und will heute das Brot backen.

Nachdem in den letzten Tagen weder Trocken- noch Frischhefe zu ergattern war, dachten wir uns, drehen wir das mal mit und stellen es auf Instagram und FB.

Also Filmchen machen, damit man sieht, wies ohne Hefe und nur mit Sauerteig geht.
Jawohl!

Ich gehe derweil ins Büro, mache mir schöne Musik an, feile an der Steuer und vergesse tatsächlich, in welcher Situation wir alle gerade sind.

Aber – man muss das Beste daraus machen.

Wir haben für uns zwei eine ausreichend geräumige Wohnung, einen klitzekleinen Garten, eine Aufgabe, Hobbies, und sind nicht in einer 2-Zimmer-Wohnung eingepfercht. Und sind einigermaßen gesund. Das Wichtigste!
Zum Tagesabschluss frönen wir noch einem „staatlich genehmigten“ Spaziergang an der mittlerweile sehr frischen und windigen Luft.

Man kann nur hoffen, dass der Wetterumschwung ins Kalte und die Ausgangsbeschränkung die Ausbreitung des Virus verlangsamt.

Unser tägliches Kochritual bleibt auch an diesem Abend nicht aus, es gibt etwas Comfortfood und genießen!

Punkt!

Das Brot von Thomas bäckt inzwischen und beduftet herrlich die ganze Wohnung. Wir freuen uns schon auf später – eine Scheibe frisch gebackenes Brot, mit guter Butter und Salz.

Sonst nix!

Deshalb nicht unterkriegen lassen und weitermachen, weitermachen, weitermachen – nur momentan etwas entschleunigter auf 60 qm (+ Gewerbefläche) beschränkt.

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