Der Dill

Der Dill

Ein Franke machte Urlaub und legte sein Gewicht
Auf eine Gegend, in der man hochdeutsch spricht

Bleiben wollte er so um die zwei Wochen
Für´s leibliche Wohl wollt er sich selbst kochen

Eine Kochzeile musste im Zimmer sein
Auch eine Kühlung für Fisch und für Wein

Das Wassergetier hatte schnell er erstanden
Doch irgendwas war noch nicht vorhanden

Er grübelt nach, weil es ihm nicht einfallen will
Na klar, das ist es, es fehlt noch der Dill

Nicht weit gab es einen Grünen Markt
Schnell hingefahren, davor geparkt

Und weil er das Kräutlein nicht gleich sah
Da fragt der Franke halt mal die „Fraa“

Er reichte ihr eine Gurke, kein Problem heutzutage
„Entschulchung, ham Sie än Dill do?“ war die Frage

Die er dann noch stellte, er hätt es besser gelassen
Die Marktfrau ruft: „Ja ist das den zu fassen?“

„Du Saubär, du Wutz“, ja sie hat richtig gebebt
Und zu guter Letzt ihm auch noch eine geklebt

Einen Dildo hab ich nicht, das kannst du doch sehn
Für so einen Schweinkram musst du woanders hingeh’n

Der Franke ist bleich, fragt sich was sie will
Das Fazit ist nun, es gibt Fisch ohne Dill

Tom Di Luc
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