AugenBlicke von Tom di Luc

AugenBlicke

Diesen Titel fand ich für die Themen des Buches sehr passend:
Erhältlich unter ISBN 978-3741291142;
gebundene Ausgabe, 128 Seiten   Preis: 14,90 €

Als E-Book ISBN 978-37 43145351   Preis: 5,99 €

Kontakt zum Autor Tom di Luc: post@tom-di-luc.de

Diesen Titel fand ich für die Themen des Buches sehr passend:
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Augenblicke - Lyrik & Prosa
Buch Tom di luc Augenblicke

Themenvorschau:
Wieso ist der „Wind“ ein Tabuthema, oder was steckt hinter dem Thema „Tauben und Vögeln“? Wie dichtet man um ein Hähnchenschicksal und was steckt hinter einem Massagejob und einer „Scharfmacherin“?
Diese und weitere Themen werden mal augenzwinkernd, mal kritisch, aber auch mal humorvoll behandelt und sowohl in Lyrik oder Prosa verdichtet. Erfahrungen und therapeutisches Schreiben, Geistesblitze und intuitive Einfälle ließen Texte aus dem ganz normalen Leben entstehen. Kurzweilig und unterhaltsam, einfach und verständlich geschrieben.

Tom di Luc,
hinausgeworfen in das Leben anno 1965 am Fuße des Steigerwaldes. Sein Leben verlief in den ersten drei Jahrzehnten ganz normal, bis sich durch ein menschliches Ereignis alles änderte.
Dadurch wurde die Systemkonformität in Frage gestellt. Dies und gesundheitliche Probleme veranlaßten Tom ein Ventil zu suchen, mit dem er die „äußeren Umstände“ besser verarbeiten kann.
Mit seinen Zeilen möchte er unterhalten, aber auch zum Nachdenken anregen.

Wie Naturfreunde feiern

Wie Naturfreunde feiern

Früher, ja da hatte man noch Respekt vor der Natur. Man erfreute sich an dem einen oder anderen Blütchen und Pflänzchen, lauschte den Geräuschen des Wassers, die sich am Bach oder Fluss ergaben.
Das Vogelkonzert in der Frühe, wenn man denn aus den Federn kam, war und ist unglaublich virtuos und vielfältig.
Die Nase umschmeichelt, je nach Jahreszeit, der Duft von Blüten, oder manchmal von frisch gemähtem Gras, beziehungsweise Heu.
Im Schatten eines großen Baumes zu liegen, die frische Luft einzuatmen, die parfümiert durch die ausströmenden Aromen des angedrückten Grases ein Wohlgefühl bereitet, was kann schöner sein?

     Kennen Sie den balsamischen Duft von Kiefern, gepaart mit dem süßlichen Etwas vom Honigklee?

     Und dann das akustische Nichts, gerne mal unterbrochen durch den Wind, der über die Felder streicht, den Bäumen ein wohltuendes Rauschen entlockt und im Hochsommer den Duft reifen Getreides vor sich her weht.

Das nennt sich Ruhe, ja Ruhe.
Ruhe?

     Selten, rar, bisweilen nicht mehr vorhanden, spärlich ausgeprägt, das ist der Zustand, bei dem man nichts hört, als die Geräusche, die von der Mutter Natur gemacht werden. Ja, Muttchen kann auch manchmal ganz schön wütend sein, aber dies ist nicht der Normalzustand.

     Ein Beispiel zeigt, dass es Frühaufsteher gibt, möglicherweise aber auch ganz Harte, die bis in den Morgen feiern und der Natur und den Menschen im akustischen Einzugsbereich nicht nur ihr monotones Geklopfe aufdrängen.
Es war im Juni, ein wunderschöner Morgen an Frohnleichnam, als wir uns um 7.oo Uhr aus dem Bette schwangen, die nötigen Utensilien für ein Frühstück zusammentrugen und an unseren Picknickplatz in der Pampa fuhren. Dieser wunderschöne Platz hat bis zur nächsten Ortschaft mindestens 2-3 Kilometer akustische Pufferzone, ist also wirklich Pampa.

     Um 7.45 Uhr waren wir vor Ort, packten unsere Köstlichkeiten aus und freuten uns auf ein ruhiges Frühstück, untermalt von konzertierenden Federwesen, Vögel genannt.
Doch welch Geräusch drang nun an unser Ohr? Ein regelmäßiges tiefes „Bumm, bumm, bumm…“.
Na, das wird nur ein Autofahrer sein, der seinen PKW und hohlen Kopf als Resonanzkörper benutzt, so unsere Vermutung.
Fehlanzeige, denn es drang noch Gegröle mit durch, das man in bestimmten Kreisen auch als Gesang bezeichnet. Nachdem das Geklopfe und Gejaule nach über einer Stunde noch nicht abgeklungen war, strichen wir frustriert die Segel.

     Ja, moderne Naturfreunde sehen dies etwas anders. Inzwischen ist die Natur wieder im Kommen, man besinnt sich auf diese und paart das Ganze mit Gedöns.
Sogar Radiosender laden zum Radau in die Natur ein, als ob es nicht genug innerörtliche Plätze und Hallen gäbe, die die Menschen verschon, die nicht um diese Art akustischer Begleitung gebeten haben.
Ob Scheunendiscos auf dem Land, Open Air-Veranstaltungen, Rock im Weinberg, im Winter Apres Ski-Partys und was es sonst noch für abartige Feieranlässe mit offiziellem Charakter gibt, alle haben gemeinsam, dass der Dröhnbass über Kilometer zu hören und teilweise zu spüren ist. Meist wird nach dem „Vorglühen“ ab 23.00 Uhr nochmals richtig Gas gegeben, bis in Allerherrgottsfrühe.

     Der Ruhesuchende und Naturfreund hat da schlichtweg – Tschuldigung – verschissen.

Apropopos versch…

     Ein Schiss in der Natur ist durchaus ein interessantes Erlebnis. Selbstredend, dass die menschliche feste Ausscheidung auch vergraben, oder zumindest mit vorhandenen Naturmaterialien abgedeckt werden sollte und nicht offen liegen bleibt, bis sich dicke Schmeißfliegen darauf versammeln und im laut summenden Schwarm auf den Fundort aufmerksam machen.

     Nein, es sind die weißen, meist von der Analreinigung beschmutzten Utensilien gleich am Weges- oder Waldrand, die unser Auge auf sich lenken. Oder die im fränkischen Dialekt „Brunsdüchli“ genannten, die auf die stoffwechseltypische Ausscheidung aufmerksam machen. Außerdem nimmt die Vermüllung in der Natur zu, parallel mit dem Anstieg der Naturfreundefrequenz.

     Und jetzt gibt es noch einen obendrauf. Nicht nur die großen Partyschiffe tummeln sich auf dem Main, sondern nun auch noch kleine aufblasbare Boote, solche Monster-Donuts.
Grill-Boat nennen Sie die schwimmenden BBQ*-Stationen (*Barbecue, neudeutsch für Grillen), die mit einem 15 PS-Außenborder bestückt sind. 15 PS deswegen, alldieweil man dafür keinen Bootsführerschein benötigt, nur 18 Jahre alt sein und sich an die Null-Promille-Grenze halten muss.
Bis zu 10 „Genießerpassagiere“ haben auf dem mit Grillstation und Sonnenschirm ausgestatteten Riesen-Plastikgebäck Platz. Und was nicht fehlen darf, wenn man auf sich aufmerksam machen möchte und einen alle hören sollen, dass man unterwegs ist, die integrierte Soundstation. Partyspaß oder Rock on the Water also.

     Etwas haben sie auf diesen Dinger vergessen:
Eine Ausbuchtung für menschliche Bedürfnisse. Da man sich eh schon auf dem Wasser befindet, könnte man sich womöglich an eine vorgesehene Stelle begeben, wenn das menschliche Bedürfnis nach Erleichterung drückt. Denn bei jedem Entlastungsdrang ans Ufer zu steuern, damit Frau oder Mann dem nachgehen kann, das wäre der Feierlaune abträglich.
Umgehend auf der Stelle sein Stoffwechselprodukt entsorgt, mit dem Wasser zur Endreinigung in Reichweite – bequemer kann es doch nicht sein – und die Schraube vom Bootsmotor verquirlt die Hinterlassenschaft, damit sie nicht aufschwimmt und Angler oder Schwimmer irritiert, bzw. sich kein Fisch daran verschluckt.

     Allerlei Nachschub bringt vielleicht ein Speed-Boot, das die Bestellung per App innerhalb weniger Minuten umsetzt, alternativ mit der Entsorgung der Mini-Dixi-Toiletten „Porta Potti“ beauftragt.

     Achtung Natur – sie kommen!

Copyright Text Tom di Luc 2017
Copyright Bild Sabine Hennek 2017

Ode an die Fülle

Was einem so durch die Hirnwindungen schießt, ist schon interessant:

Ode an die Fülle

Seine Frau, die Adelgunde ist ne´Nette, ist ne´ Runde
Denn er liebt an Adelgunde jedes ihrer weichen Pfunde

Auch in der geselligen Runde
Macht sie gern mit, die Adelgunde

Hatte sie von Kaffeeklatsch die Kunde
Ist sie dabei, die Adelgunde

Manchmal ist er gern entschwunden
In die Falten seiner Runden

Alles bei ihr ist weich und rund
Sogar das Gemüt war kunterbunt

Leider war Sie nicht so gesund
Da musste ins „Eckige“ jedes Pfund

Und droben im Himmel schallt´s aus jedem Munde
Herzlich willkommen, wir lieben auch Runde
Liebe Adelgunde

Tom Luc Copyright 2015

Sterile Wege

Sterile Wege – ein Gedicht von Tom Luc nach wahren Begebenheiten:

Ich weiß nicht, was diesen Menschen bewegt
Der im Wald den Fußweg fegt

Im Herbst das Laub, im Winter den Schnee
Wenn ich so etwas sehe, tut´s mir fast schon weh

Was treibt ihn im Walde zu kehren so viel
Was bewegt diesen Wegefreund, was ist sein Ziel?

Findet er seinen Weg nicht mehr nach Hause
Oder macht er damit von großem Stress eine Pause?

Möchte er hinterlassen zuerst seine Spur
Oder ist es vielleicht Reinlichkeitswahn nur?

Vielleicht möchte er sich nicht die Schuhe beschmutzen
Doch wenn matschig es ist, tut es wenig ihm nutzen

Es sieht nicht sehr schön aus, im Laub die sterile Schneise
Er hat wohl einen Grund, löst es auf seine Weise

Tom Luc 11.11.12

 

Weihnachtseinkauf

Weihnachtseinkauf = Weihnachten und Einkaufen; schnell noch ein paar Geschenke besorgen. Diese Situation ist vielen bekannt. Im Stress ereignen sich auch so manche Situationen, von denen ich eine „verdichtet“ habe:

Um sich an Weihnachten zu versorgen
Geht man zum Markt, sich etwas besorgen

Parkplätze gibt es nicht mehr viel
Einen zu erhaschen, das ist ein Ziel

Hat man gesichtet eine Parklücke
So hat es manchmal auch seine Tücke

Bis hin zu rabiate Methoden
Bekommt man vielerlei geboten

So nach dem Motto, hau ab, sei nicht faul
Such dir etwas anderes, sonst kriegst du aufs Maul

Und drinnen wird nicht viel anders gehandelt
Geschubst, gedrängelt, zum Monster verwandelt

Als Ausnahmesituation wird es dann benannt
Und außerdem eh bald zur Kirche gerannt

Ja Weihnachten, das hohe Fest der Liebe
Schön wäre es, wenn es dies wirklich bliebe

Tom Luc Dez. 2013

Namensgebung: Essig (Essich)

„Essich“ wird’s meist ausgesprochen
Das Saure, das möchte keiner missen
Verwendet wird es gern beim Kochen
Auch im Salat, das kann man wissen

Es trug sich zu vor langer Zeit
Zu machen Wein, es stand alles bereit

Den Saft man hatte gut vergoren
Vergessen ein Krug, man tat ihn missen
Und schon war der Essig geboren
Aber dies konnte noch niemand wissen

Gefunden der Krug mit seltsamen Inhalt
Erweckte die Neugier des Winzers bald

Neugierig dippte er mit Brot hinein
So schlimm wird es bestimmt nicht sein

Er fragte sich dann:“ Ess ich – oder nicht“
Er tat’s und verzog entzückt das Gesicht

In aller Munde und weltweit bekannt
Wissen Sie jetzt, wie das Wort ESSIG entstand

 Copyright Tom Luc Juni 2013

Namensgebung: Sabine

Eigentlich heißt es ja: Sabi(e)ne

Die kluge Steinzeitfrau nach Nahrung sucht
Sie fand fast nichts und hat geflucht

Ein emsig Summen drang an ihr Ohr
Was nie gehört hat sie zuvor

Der Name der Biene war damals schon klar
Doch der ihre noch nicht, wies halt früher so war

Sie fand reichlich Honig, nahm ihn mit nach Haus
Erzählte den anderen, dass Sie sah keine Maus

So hieß es in ihrer Erzählung: „Sah Biene“
Das war nun ihr Name und sie verzog keine Miene

Tom Luc 2013

Namensgebung: Der Ahorn

In grauer Vorzeit gab es manchen Tag
An denen man Dingen Namen gab

Der Sprache und des Ausdrucks noch nicht mächtig
Ging es dabei zu, auch sehr bedächtig:

Der frühe Jäger ging durch den Wald
Und stieß sich am Baume den Kopf sehr bald

Vor Schmerz so schrie er laut: „Ah“ vor Zorn
Es wuchs im darauf sehr bald ein Horn

Jetzt unvergessen war der Baum in seinem Geist
Warum der Baum heute Ahorn heißt

Tom Luc 2012

Knapsen

Oder: Knausern

Es reicht nicht hinten, reicht nicht vorn
Man könnte rasend werden vor Zorn

Geackert wird kräftig von früh bis spät
Das Konto trotzdem in die Knie geht

Das Drumherum um das eigene Leben
Kann ganz schöne dir die Kante geben

Brauchst eine neue Matratze zum Rückenwohle
Was dir dazu fehlt, das ist die Kohle

Ist gar Hemd und Hose mal zerschlissen
Plagt zum Kauf das schlechte Gewissen

Und willst die Wohnung du aufmöbeln
Fängt das Gehirn dir an zu pöbeln

Der Miete Wohnung ist manchmal fies
Was dir dazu fehlt, ist meistens Kies

Klafft im Gebiss die große Lücke
Hat Finanzierung auch die Tücke

Auf dass es dich nicht zu sehr geniert
Das Essen schmeckt auch fein püriert

Die Sehkraft lässt nach, brauchst eine Brille
So ertaste dein Umfeld, oder halt Stille

Beim Putzen und als Klopapier
Da hilft die Morgenzeitung dir

Und beinah hätte ich es vergessen
Man braucht ja auch noch was zu Essen

Bist du dann noch in schlechter Lage
Dass dich ein Zipperlein sehr plage

Benötigst Pillen gar und Tropfen
Wer wird das Loch im Säckel stopfen?

Verfalle nie dem Trugschluss, das ist gewiss
Dass Masse und Billiges auch noch besser ist

Sei aufmerksam und bitte niemals vergesse
Gutes ist besser, als die Fluppe in der Fresse

Mehr Qualität, sind auch die Finanzen klamm
Schere nicht Masse und Billig über einen Kamm

Überlege richtig, hinterfrage dein wahres Motiv
Was bist du dir wert, und was ginge schief

Notwendiges prüfte, Unnötiges meide – und
Gönn´ Dir was Gutes, und die Welt wird bunt

Tom Luc 27.01.2015

 

Frischfisch

Gerne isst man frischen Fisch
Kommt er gar köstlich auf den Tisch

Er ist gesund und leicht verdaulich
So sagt der Händler ganz vertraulich

Nun, wie erkenne ich einen Fisch
Der fast lebendig ist, noch frisch

Zuerst einmal, ja das ist war
Schau in die Augen, die müssen klar

Sein, nicht trübe und eingesunken
Und nie darf der Eindruck, er habe gestunken

Entstehen, den wenn er ist richtig frisch
So riecht ein Fisch nämlich kaum nach Fisch

Der Schleim muss glänzend und ganzflächig sein
Die Farbe des Fisches, so heist´s allgemein

Darf keine Flecken haben, denn sonst wär
Sein Lebensende schon länger her

Die Kiemen sind wichtig, auch wenn er ist tot
Die müssen sein sauber und dunkelrot

Und hat sie der Händler schon entnommen
Fragen sie ihn ganz unbeklommen

Wann und von wem er die Fische bekommt
Ist er ehrlich, so antwortet er prompt

Und ist es nicht schön in die Zukunft zu schauen
Dass er ist und bleibt, ihr Händler zum Vertrauen

Ach ja, beinahe hätte ich es versäumt
Man hat Kompromisse noch nicht eingeräumt

Das Ganze ja nur beim Komplettfisch gelingt
Beim Filet hingegen man nach Indizien ringt.

Die Nase macht den olfaktorischen Test
Das Fleisch sollte saftig sein und fest

Und wieder können wir darauf bauen,
Kontrolle ist besser, als bloßes Vertrauen

Fazit
Wenn dir nach Fisch mal übel ist
Du diesen dann gleich rückwärts isst

So war der Fisch wohl schon versaut
Und von Natur aus „vorverdaut“

 Tom Luc 2012