Höhere Macht

Die Frage stellt sich, ob es eine Höhere Macht gibt,
gerade wenn man in einer Kriese steckt. Viele Menschen
suchen nach einer Lösung, nach Verstandenwerden…:

Wo bist du, wo steckst du?, ich bräuchte ein Wunder
Grad geht’s nicht so gut, habe Angst, ich geh unter

Tausend mal gehofft und um Hilfe gefleht
Hin und her überlegt, ob und wie es weitergeht

Nie hatte ich das Gefühl, ich würde gehört
Man erzählt viel von dir, aber ich bin verstört

Denn niemand kann mir deine Existenz belegen
Nur an dich glauben, das wäre der Segen

Nun habe ich geglaubt, du weist mir den Weg
Auch dafür habe ich bis heute keinen Beleg

Verschiedene Kulturen geben dir unterschiedliche Formen
Und die großen Vertreter versuchen dich einzunormen

Dein Bodenpersonal versucht deine Worte zu deuten
Doch jeder versucht die Glocken anders zu leuten

Wer hat die bestimmten Worte aus deinem Munde gehört?
Nachweislich niemand, und doch sind davon viele betört

Von dem, was man über dich reimt und dichtet
Was von wem und wie wird gedeutet und gewichtet

Wurden die Regeln von dir, oder dem Menschen erstellt
Oder wie wurde Homo Sapiens der Geist erhellt?

Ich glaube, ich kann nicht wirklich dran glauben
Solange Menschen vergewaltigen, töten und rauben

Solange es Leid und Gerechtigkeit gibt
Selbst Kummer und Sorgen sind nicht sehr beliebt

Wenn ich dich brauche, bist du nicht da
Es gab auch keinen Moment, dass ich dich je sah

Manche Menschen geben ihre Verantwortung in deine Hände
Wundern sich, dass sich nicht einstellt die Wende

Sie lassen sich lenken durch anderer Geschick
Für Realität fehlt dir der klare und nüchterne Blick

Nun glaube ein jeder an wen, wie und was er will
Solange er für sich und nicht fanatisch verfolgt sein Ziel

Und so gilt der Spruch, ich sag’s ohne Spott
Hilf dir selber, dann hilft dir Gott!

Tom di Luc Copyright 2017

Abgestumpft

Abgestumpft, das wird der Mensch zunehmend, denn die Reizüberflutung, ob beruflich, privat oder in der Freizeit, übernimmt das Regiment. Die Feinheiten im Leben, Gefühle und Emotionen sind genauso betroffen, wie die Wahrnehmung einfacher Lebensäußerungen:

Ist es wirklich so, ist es richtig real
Plötzlich merkt man es, mit einem mal

Dass um einen herum die richtig spitzen
Ellenbogen aus den Seiten blitzen

Ego und Coolness, damit wird aufgetrumpft
Doch zeigt es nur, der Mensch ist abgestumpft

Mitmenschlichkeit wird immer rarer
Auch beim Sozialen sind wir Sparer

Reizüberflutung ist ein Grund
Gepaart mit Desinteresse und

Mangelndem Bewusstsein, besonders am Tage
Geben und Nehmen kommt auch auf die Waage

Zunehmend ging die Fähigkeit flöten
Sich zu besinnen, nicht nur in Nöten

Auf die Dinge zwischen den Zeilen
Feinheiten nennt man es zuweilen

Die Wahrnehmung ist diesbezüglich getrübt
In diesen sind wir nicht mehr geübt

Nun ist es logisch, weil unser Gehirn
Das ist das Weiche hinter der Stirn

Die Nuancen nicht mehr bemerkt und verwendet
Nur das Grobe und Laute im Bewusstsein endet

Die Fähigkeit, Verschiedenes abzuschalten
Unsere Ressourcen so zu verwalten

Sollte eigentlich schützen vor dem Joch
Der Reize und Überfrachtungen doch

Stumpf werden Gefühle und Emotionen
Wozu das Ganze, es tut sich nicht lohnen

Nun ja, wenn jeder so handelt und denkt
Bekommt er kaum noch ein Lächeln geschenkt

Sozial, human und in andren Bereichen
Gleichen sie schon fast den Leichen

Starr und nur auf sich selbst besonnen
Ist irgendwann das Leben verronnen

Alt, gebrechlich vielleicht auch senil
Was übrig bleibt, ist nicht sehr viel

Doch ein Wunsch, nämlich Feingefühl
Das haben wir gerne, und gerne viel

Sind froh, wenn es einen Menschen gibt
Der uns dies gibt und uns noch liebt

Tom Luc 22.1.2015

Sterile Wege

Sterile Wege – ein Gedicht von Tom Luc nach wahren Begebenheiten:

Ich weiß nicht, was diesen Menschen bewegt
Der im Wald den Fußweg fegt

Im Herbst das Laub, im Winter den Schnee
Wenn ich so etwas sehe, tut´s mir fast schon weh

Was treibt ihn im Walde zu kehren so viel
Was bewegt diesen Wegefreund, was ist sein Ziel?

Findet er seinen Weg nicht mehr nach Hause
Oder macht er damit von großem Stress eine Pause?

Möchte er hinterlassen zuerst seine Spur
Oder ist es vielleicht Reinlichkeitswahn nur?

Vielleicht möchte er sich nicht die Schuhe beschmutzen
Doch wenn matschig es ist, tut es wenig ihm nutzen

Es sieht nicht sehr schön aus, im Laub die sterile Schneise
Er hat wohl einen Grund, löst es auf seine Weise

Tom Luc 11.11.12

 

Weihnachtseinkauf

Weihnachtseinkauf = Weihnachten und Einkaufen; schnell noch ein paar Geschenke besorgen. Diese Situation ist vielen bekannt. Im Stress ereignen sich auch so manche Situationen, von denen ich eine „verdichtet“ habe:

Um sich an Weihnachten zu versorgen
Geht man zum Markt, sich etwas besorgen

Parkplätze gibt es nicht mehr viel
Einen zu erhaschen, das ist ein Ziel

Hat man gesichtet eine Parklücke
So hat es manchmal auch seine Tücke

Bis hin zu rabiate Methoden
Bekommt man vielerlei geboten

So nach dem Motto, hau ab, sei nicht faul
Such dir etwas anderes, sonst kriegst du aufs Maul

Und drinnen wird nicht viel anders gehandelt
Geschubst, gedrängelt, zum Monster verwandelt

Als Ausnahmesituation wird es dann benannt
Und außerdem eh bald zur Kirche gerannt

Ja Weihnachten, das hohe Fest der Liebe
Schön wäre es, wenn es dies wirklich bliebe

Tom Luc Dez. 2013

Wei(h)(n)nachten

Weihnachten das Fest der Liebe
Weihnachten das Fest vom Glück
Kaum noch sind die Großen und Kleinen
Von dem Flair so ganz verzückt

Gierig auf Geschenke wartend
Enttäuscht, wenn es nicht das gibt
Was man sich so sehr gewünscht hat
Werde ich denn nicht mehr geliebt?

Missverstanden ist der Ursprung
Vom eigentlichen Weihnachtsfest
Nur Kommerz noch um die Zeit
Für manche Familie ist´s ein Test

Denn krampfhaft wird gemacht
Auf Fröhlichkeit und Harmonien
Tief drinnen schaut es düster aus
Am liebsten möchte´ man flieh´n

Schön brav sein und um zu gefallen
Verdrängt man gern sein wahres Ich
Doch Vorsicht, tut’s nicht übertreiben
Im Spiegel doch erblickst du dich

Selbst in den Medien steht es drin
Es ist gut, sozialverträglich zu lügen
Doch wem kann ich den noch vertrau´n
So ein Verhalten sollt man rügen

Ehrlichkeit zeigt wahren Mut
Es ist nicht einfach dies zu leben
Gepaart mit Ethik und Moral
Kann es den Menschen erheben

Lass doch die andern wie sie sind,
wenn sie redlich ihrer Wege gehen
Wo herrscht Gewalt und Unrecht
Da sollte man nicht seitwärts sehen

Und auch ist es eine gute Zeit
In der Versöhnung kann gelingen
Ich sagte es schon mit Ehrlichkeit
nicht nach faulen Kompromissen ringen

So mag die Zeit auch schmerzlich sein
In der man sich bewusst von etwas trennt
Oder wenn´s nun wir zu viel
Man schnell nach Hause rennt

Beschwichtigung ist fehl am Platz
Man hätt´ es nicht verstanden
Weil gerne es die Freunde tun
Und auch die Anverwandten

Vielmehr Verständnis und Vertrauen
Ist was der Mensch nun braucht
Egal was auch gewesen ist
der Zorn ist schnell verraucht

Es ist auch eine Zeit zum Klären
Im Inneren und um uns herum
Es geht ganz sachte, geht ganz leise
Hass, Neid und Falschheit werden stumm

Und doch ist Weihnacht das Fest der Liebe
Der Fröhlichkeit und Harmonie
Es zeigt uns doch das wahre Bedürfnis
Beim Menschen und beim lieben Vieh

Auch diese soll´n wir nicht vergessen
Verschenkt wird so ein Tier sehr häufig
Gedankenlos und ohne Skrupel
Und leider ist dies sehr weitläufig

Hauptsache ein Geschenk muss her
Ob Billig-Kram und Kunststoffteil
Der Hintergrund es sehr banal
Weil bietet es doch jeder feil

Soll bessere Qualität ich kaufen
Nein es könnt meinem Konto schaden
Soll jeder nur sehn wie gut ich bin
Kann dann im Ruhm mich baden

Außen macht es sehr viel her
Doch schau nicht tiefer rein
Denn hinterfragst du manches Teil
Wird es eine Enttäuschung sein

Ein kleines Fazit nun zum Ende
Verschenk nicht Kram und Verlegenheits-Geld
Denn wenn du es nicht ehrlich meinst
Hast das Eigentliche du verfehlt

Ehrliche Worte und ehrliche Taten
Sind mehr wert als das Materielle
Drum fangt nun an zu überlegen
Am besten jetzt gleich auf der Stelle

Genießt, wenn ihr habt die ehrliche Liebe
Die Treue und Verbundenheit
Frag dich auch selber was man tun kann
Denn hierbei ist man ja zu zweit

Frag dich auch was man tun kann
Den Frieden zu erhalten
Anstatt zu dreh´n dich nur und wenden
Und die Wahrheit von dir abzuhalten

Nimm die Natur als Vorbild her
Sie fragt nicht nach dem warum
Alles ist jederzeit für jeden da
Sie ist nicht schlau, sie ist nicht dumm

Natur fragt nicht nach bestem Nutzen
Sie neidet nichts dem andern
Ist es Mensch noch nicht so weit
Verkrustete Strukturen zu unterwandern

Trägheit macht den Menschen gefügig
Hörig dem Staats- und Gesellschaftssystem
Nur nichts verändern und mal aufstehn
Ja bleibt nur sitzen, ist das bequem?

Weihnachten das Fest der Liebe?
Warum denn nur zu dieser Zeit
Währ´ Weihnachten das ganze Jahr durch
So gäb es mehr Freud und weniger Streit

Weihnachten das Fest der Liebe
Der Traurigkeit und Depression
Sie kommt und geht in großen Schritten
Gelernt hat niemand was davon

Weihnachten das Fest der Liebe
Der Wertschätzung und Einigkeit
Doch wie sollen wir zusammenhalten
Wenn Geld und Macht uns nur entzweit

Weihnachten das Fest der Liebe
Des Frustes und der Einsamkeit
Weil alles nur an sich noch denkt
Zum Geben kaum noch bereit

Weihnachten das Fest der Liebe
Der intakten Familienharmonie
Der Unterstützung und der Förderung
Sei doch ehrlich, wo findet man sie?

Weihnachten wie lieb ich dich
Den Duft von Tannen und Gewürzen
Doch wenn ich sehe, wie es draußen zugeht
Drohe ich jedes Mal abzustürzen

Weihnachten, du bist so heimelig
So kuschelig und so geheimnisvoll
Es gibt auch viele schöne Sachen
Ja die genieße – das ist toll

Ich hab ja schon versucht den Reim zu enden
Doch neue Gedanken rauschen stetig herbei
Das ist mein letzter Reim nun endlich
Sonst ist Weihnachten vorbei

Tom Luc 2010

 

 

Schau dich da
draußen mal um

Schau dich da draußen mal um – eine Aufforderung, sich seine Umwelt und sein Umfeld näher anzuschauen. Nicht um Mängel bei anderen aufzudecken, sondern bei sich selbst…

Der Mensch ist von Natur aus doch dumm
Mach die Augen auf, schau dich da draußen nur um

Und wenn Du siehst, wie es da draußen zugeht
Merkst du erst so richtig, dass er gar nichts versteht

Als Säugling geboren bist du jungfräulich im Geist
Bis dir auferlegte Konvention das Hirn vereist

Erfüllen musst du, wird dir eingebläut
Und somit deine Freiheit ganz fest vertäut

Refrain
Schau dich mal da draußen um, schau mit dem Herzen hin
Wie Vielen es noch schlechter geht, die in der Gosse sind
Hör auf zu jammern und sei froh, hab weiter deinen Mut
Denn wenn du zu dir ehrlich bist, geht es dir doch sehr gut

Der Staat mein, er hätte ein Vorbildfunktion mit all seinen Funktionären
Doch funktionieren tut wirklich nicht viel, wenn wir nicht so eigenständig wären

Er macht uns vor, große Schulden zu machen
Nicht das Geld der Politiker ist es, die können noch lachen

Deren Säckel und Konto ist mehr als gestrichen voll
Wenn das Volk rebelliert, finden Sie es nicht toll

Sind es doch die vielen Kleinen, die es ausbaden müssen
Die Großen drückt vielleicht der Schuh, doch kein Gewissen

Refrain

Der Mensch könnte zufrieden und glücklich sein
Stellte er nur manchmal das Denken ein

Nimm weg die Ellenbogen, setzt ein mehr dein Herz
Es wird funktionieren, das ist kein Scherz

Du kannst die Welt verändern mit kleinen Dingen
Es geht fast von alleine, du musst nichts erzwingen

Hinterlass deine Spuren, ohne zu kränken
Dann wird man auch nach dir noch an dich denken

Refrain – Ende

Copyright Tom Luc 2010

 

Ich möchte in
der Erde wühlen

Keimfreiheit, Sterilität, nur kein Kontakt mit Schmutz, Erde oder Natürlichem. Klar, die Werbung versucht zu suggerieren, dass Keimfreiheit auch gesund ist – mitneffen, äh mitnichten…

Begonnen hat alles mit einem großen Knall
Entstanden aus einem großen Feuerball

Aus Dreck und Staub sind wir geboren
Haben uns diesen Platz hier auserkoren

In Steinzeit und beim Neandertaler gab es keine saubere Stube
War nicht steril, nicht aufgeräumt, es war ne wilde Bude

Heute blitzt und blinkt die Wohnung, ist alles fein sortiert
Man fühlt sich hier doch wohler, als wenn das Chaos regiert

Refrain
Ich möchte gerne in der Erde wühlen
Mich mit der Welt verbunden fühlen
Ich hab Bezug zu einem Leben mitten in der Natur
Was ich hier täglich habe, ist für mich wie eine Kur

Die Werbung sagt uns deutlich, die Keime und der Dreck
Die sind für alle schädlich, die müssen alle weg

Bakterien, Pilze und die Vieren, vernichte sie komplett
Schau in die Küche, in das Bad und vergiss nicht dein Bett

Denn da sind kleine Tierchen drin, die dir dein Bett verkacken
Ich frag mich Leute, was ist los, wer hat denn hier die Macken

Natürlich sind manche Organismen lästig und nicht ohne
Doch es wird sie immer geben, egal wie und wo ich wohne

Refrain

Nun mag der Eindruck jetzt entstehen, das ich ein Schweinchen bin
Vielleicht ein klein bisschen schon, nur nicht in des Dreckes Sinn

Was will ich mit den Zeilen sagen, ich weiß es nicht genau
Vielleicht ist´s gut ein Schweinchen zu sein, und keine große Sau

Lasst die Kinder ruhig mal im Schlamm und Boden graben
Lass sie sich kräftig mal an Schmutzpartikeln laben

Der Unterschied von Dreck zu Dreck ist jedoch ein sehr großer
Denn Umweltschadstoff sollen es nicht sein, ob gebunden oder lose

Refrain

Es ist erwiesen, dass man gesünder lebt, in aufgeräumtem Zimmer
Auch sauber soll es natürlich sein, doch steril mach´s bitte nimmer

Beachte auch, dass wenn du kehrst, es der Dreck vor deiner Haustüre ist
Bei anderen schaut es immer schlimmer aus, doch das ist deren Mist

Mach dir ruhig deine Hände schmutzig, lass brechen deine Nägel
Du kannst sie wieder sauber waschen und lackieren ohne Mäkel

Frage dich mal, wie viele Menschen mit welcher Art Gefühlen
Für dich in diesem Boden ackern und in der Erde wühlen

Refrain

Es ist das Gang und Gäbe in der ländlichen Gegend
In der Großstadt freilich, ist es nicht grade erhebend

Wenn Kinder keine Tiere kennen, zur Kuh nur sagen Muh
Sie wissen sie nicht beim Namen zu nennen, nur dass sie lila ist noch dazu

Wenig menschliches, Enge, Lärm, Glas, Beton und Stein
Ohne Baukultur ragen die Riesen steril in den Himmel hinein

Kein Busch, kein Baum, nur pflegeleichtes Pflaster
Die Blätter sind Unrat, also doch nur ein Laster

Refrain

Auch wenn in der Stadt die Wege kürzer sind
So geht es doch schneller, vielleicht zu geschwind?

Es rast, es lärmt, es stinkt und man kennt sich hier kaum
Na gut, auf dem Lande hängt der Nachbar am Zaun

Er erzählt dir von gestern und von seiner großen Leidenschaft
Und machst du nicht mit, bist du raus aus der Gemeinschaft

Diesbezüglich fordert das Landleben manchmal schon sehr viel
So schön es auch ist, da wünschte ich mir manchmal, es wäre steril

Refrain – Ende

 

Tom Luc 2010

 

Dürrbachauer Lebensqualität

Die Dürrbachau, ein Stadtteil von Würzburg. Direkt an den Weinbergen gelegen, erschließt sich dem Besucher auf den ERSTEN Blick eine Idylle am Südhang. Beim zweiten Blick und der Wahrnehmung akustischer Aus- bzw. Eindrücke, wird das Bild doch etwas trübe…

Wir wohnen in der schönen Würzburg-Dürrbachau
Gäste, die es das erste mal sehen, sagen wow

Gesehen wird nur der schöne südschauende Hang
Gegenüber mit vielen frischen Reben dran

Doch , dass diese besprüht werden mit reinem Gift
Und das noch regelmäßig, bemerken sie nicht

Von der östlichen Ecke schwelt es her
Mit kunst-sythetischem Dufte schwer

Kaum ein Tag des Beduftens wird ausgelassen
Man muss ja immer Wäsche waschen

Genau gegenüber, nein kein schrecklich Ungetüm
Nur dichter Nebel von süßem Kunst-Parfüm

Egal woher der frische Wind auch weht
Einem gleich das Haar hoch zu Berge steht

Nase und Magen motzen, der Kopfschmerz quält
Doch leider ist es für die Nachbarn nicht das, was zählt

Ach ja, etwas Neues, fast hätte ich es noch vergessen
Von Süden her versucht man sich nun mit diesen Düften zu messen

Dazu kommt 24 Stunden vom Druckwerk nebenan der Lärm
Doch angeblich tut es keinen der Nachbarn stör´n

Dazu rattert die Bahn, dröhnt und rangiert
Mit über 100 Zügen Tag und Nacht, ganz ungeniert

Die Bundesstraße 4-spurig und zu Füßen von unserem Heim
Lässt es sich nicht wirklich entspannt und ruhig sein

Kunst-Gestank und Lärm ist nur menschengemacht
Wer hat sich diese Unzumutbarkeiten nur ausgedacht

Der Mensch scheint weder zu riechen, noch gut zu hören
Lässt sich vom Chemieduft und Krach noch betören

Er redet sich dann auch noch selber ein
Es könnte ja noch viel, viel schlimmer sein

Mit Dröhn-Bass im Auto und Chemieduft rundum
Das Hirn es vernebelt – ich versteh´s jetzt, ach drum

Weil duftet und lärmt es aus Ost, Süd, West und Nord
Setz noch einen obendrauf, dann wird es ein schöner Ort

Fehlt noch die Richtung von oben, der gewissen
Passt auf, sonst wird man von „Oben“ auch noch zugeschissen

Zusammenhalt, Freundlichkeit, Respekt – Mangelware
Nur jeder für sich, bis man ihn trägt auf der Bare

Ach ja, man könnte noch in einem fort
Rezitieren und sinnieren über diesen schönen Ort

Tom Luc 2009

Vergiss nicht zu leben

Ab und an ist es unvermeidlich, dass man vergisst zu leben. Äußere und innere Umstände zwingen einem manchmal nicht gerade posistive Gedanken und Handlungen auf. Es wird getan, was man gesagt bekommt, besonders im medizinischen Bereich ist man schon fast hörig…

 

Krankheit wird es immer geben
In unsrem doch so schönen Leben

Von Industrie und andren „Flegeln“
Die meinen unser Leben zu regeln

Wird Chemie kreiert und Natur umgebaut
Und damit noch mehr unsre Umwelt versaut

Ein mancher fühlt sich wie ein wilder Eber
Dem gelaufen ist die berühmte Laus über die Leber

Gewettert wird über andere viel
Verfahren und Strafen, ist das das Ziel?

Dem Menschen tut´s genug schon zwacken
Sollt er sich vielleicht selbst mal an der Nase packen?

Eine noch so kleine Mühe sich lohnt
Wenn jeder vor dem Haus das er bewohnt

Kehren würde, den eigenen Dreck
Dann wären so manche Problemchen weg

Gesundheit – liebe Menschen denkt daran
Fängt tief in einem selber an

Die ganzheitlichen Ärzte und Therapeuten haben viel Wissen
So manche Einstellung wird über den Haufen geschmissen

Tut selbst was für euch, nicht nur zu anderen rennen
Denn es bringt sehr viel mehr, ihr werdet’s erkennen

Es gibt viel zu tun, das ist es ja eben
Und vergesst bitte eins nicht, vergeßt nicht zu LEBEN !

Tom Luc 2012