Wie Naturfreunde feiern

Wie Naturfreunde feiern

Früher, ja da hatte man noch Respekt vor der Natur. Man erfreute sich an dem einen oder anderen Blütchen und Pflänzchen, lauschte den Geräuschen des Wassers, die sich am Bach oder Fluss ergaben.
Das Vogelkonzert in der Frühe, wenn man denn aus den Federn kam, war und ist unglaublich virtuos und vielfältig.
Die Nase umschmeichelt, je nach Jahreszeit, der Duft von Blüten, oder manchmal von frisch gemähtem Gras, beziehungsweise Heu.
Im Schatten eines großen Baumes zu liegen, die frische Luft einzuatmen, die parfümiert durch die ausströmenden Aromen des angedrückten Grases ein Wohlgefühl bereitet, was kann schöner sein?

     Kennen Sie den balsamischen Duft von Kiefern, gepaart mit dem süßlichen Etwas vom Honigklee?

     Und dann das akustische Nichts, gerne mal unterbrochen durch den Wind, der über die Felder streicht, den Bäumen ein wohltuendes Rauschen entlockt und im Hochsommer den Duft reifen Getreides vor sich her weht.

Das nennt sich Ruhe, ja Ruhe.
Ruhe?

     Selten, rar, bisweilen nicht mehr vorhanden, spärlich ausgeprägt, das ist der Zustand, bei dem man nichts hört, als die Geräusche, die von der Mutter Natur gemacht werden. Ja, Muttchen kann auch manchmal ganz schön wütend sein, aber dies ist nicht der Normalzustand.

     Ein Beispiel zeigt, dass es Frühaufsteher gibt, möglicherweise aber auch ganz Harte, die bis in den Morgen feiern und der Natur und den Menschen im akustischen Einzugsbereich nicht nur ihr monotones Geklopfe aufdrängen.
Es war im Juni, ein wunderschöner Morgen an Frohnleichnam, als wir uns um 7.oo Uhr aus dem Bette schwangen, die nötigen Utensilien für ein Frühstück zusammentrugen und an unseren Picknickplatz in der Pampa fuhren. Dieser wunderschöne Platz hat bis zur nächsten Ortschaft mindestens 2-3 Kilometer akustische Pufferzone, ist also wirklich Pampa.

     Um 7.45 Uhr waren wir vor Ort, packten unsere Köstlichkeiten aus und freuten uns auf ein ruhiges Frühstück, untermalt von konzertierenden Federwesen, Vögel genannt.
Doch welch Geräusch drang nun an unser Ohr? Ein regelmäßiges tiefes „Bumm, bumm, bumm…“.
Na, das wird nur ein Autofahrer sein, der seinen PKW und hohlen Kopf als Resonanzkörper benutzt, so unsere Vermutung.
Fehlanzeige, denn es drang noch Gegröle mit durch, das man in bestimmten Kreisen auch als Gesang bezeichnet. Nachdem das Geklopfe und Gejaule nach über einer Stunde noch nicht abgeklungen war, strichen wir frustriert die Segel.

     Ja, moderne Naturfreunde sehen dies etwas anders. Inzwischen ist die Natur wieder im Kommen, man besinnt sich auf diese und paart das Ganze mit Gedöns.
Sogar Radiosender laden zum Radau in die Natur ein, als ob es nicht genug innerörtliche Plätze und Hallen gäbe, die die Menschen verschon, die nicht um diese Art akustischer Begleitung gebeten haben.
Ob Scheunendiscos auf dem Land, Open Air-Veranstaltungen, Rock im Weinberg, im Winter Apres Ski-Partys und was es sonst noch für abartige Feieranlässe mit offiziellem Charakter gibt, alle haben gemeinsam, dass der Dröhnbass über Kilometer zu hören und teilweise zu spüren ist. Meist wird nach dem „Vorglühen“ ab 23.00 Uhr nochmals richtig Gas gegeben, bis in Allerherrgottsfrühe.

     Der Ruhesuchende und Naturfreund hat da schlichtweg – Tschuldigung – verschissen.

Apropopos versch…

     Ein Schiss in der Natur ist durchaus ein interessantes Erlebnis. Selbstredend, dass die menschliche feste Ausscheidung auch vergraben, oder zumindest mit vorhandenen Naturmaterialien abgedeckt werden sollte und nicht offen liegen bleibt, bis sich dicke Schmeißfliegen darauf versammeln und im laut summenden Schwarm auf den Fundort aufmerksam machen.

     Nein, es sind die weißen, meist von der Analreinigung beschmutzten Utensilien gleich am Weges- oder Waldrand, die unser Auge auf sich lenken. Oder die im fränkischen Dialekt „Brunsdüchli“ genannten, die auf die stoffwechseltypische Ausscheidung aufmerksam machen. Außerdem nimmt die Vermüllung in der Natur zu, parallel mit dem Anstieg der Naturfreundefrequenz.

     Und jetzt gibt es noch einen obendrauf. Nicht nur die großen Partyschiffe tummeln sich auf dem Main, sondern nun auch noch kleine aufblasbare Boote, solche Monster-Donuts.
Grill-Boat nennen Sie die schwimmenden BBQ*-Stationen (*Barbecue, neudeutsch für Grillen), die mit einem 15 PS-Außenborder bestückt sind. 15 PS deswegen, alldieweil man dafür keinen Bootsführerschein benötigt, nur 18 Jahre alt sein und sich an die Null-Promille-Grenze halten muss.
Bis zu 10 „Genießerpassagiere“ haben auf dem mit Grillstation und Sonnenschirm ausgestatteten Riesen-Plastikgebäck Platz. Und was nicht fehlen darf, wenn man auf sich aufmerksam machen möchte und einen alle hören sollen, dass man unterwegs ist, die integrierte Soundstation. Partyspaß oder Rock on the Water also.

     Etwas haben sie auf diesen Dinger vergessen:
Eine Ausbuchtung für menschliche Bedürfnisse. Da man sich eh schon auf dem Wasser befindet, könnte man sich womöglich an eine vorgesehene Stelle begeben, wenn das menschliche Bedürfnis nach Erleichterung drückt. Denn bei jedem Entlastungsdrang ans Ufer zu steuern, damit Frau oder Mann dem nachgehen kann, das wäre der Feierlaune abträglich.
Umgehend auf der Stelle sein Stoffwechselprodukt entsorgt, mit dem Wasser zur Endreinigung in Reichweite – bequemer kann es doch nicht sein – und die Schraube vom Bootsmotor verquirlt die Hinterlassenschaft, damit sie nicht aufschwimmt und Angler oder Schwimmer irritiert, bzw. sich kein Fisch daran verschluckt.

     Allerlei Nachschub bringt vielleicht ein Speed-Boot, das die Bestellung per App innerhalb weniger Minuten umsetzt, alternativ mit der Entsorgung der Mini-Dixi-Toiletten „Porta Potti“ beauftragt.

     Achtung Natur – sie kommen!

Copyright Text Tom di Luc 2017
Copyright Bild Sabine Hennek 2017

Die Bank – mit Dank

DIE BANK  –  MIT DANK

Sie ist wieder da, dem da oben sei Dank
Die schöne Aussichts- und Ruhe-Bank

Denn Wochen zuvor stand eine unter diesem Baume
Auf ihr zu verweilen, war wie im Traume

Und plötzlich, oh Schreck
War sie weg!

Ich schrieb ein Gedicht, den Verlust zu verkünden
Dass in den Bankräuber möge Reue einmünden:

Wo ist sie denn, die schöne Bank
Ist sie gestohlen, oder krank?

Es war so schön auf ihr zu sitzen
Während Sonnenstrahlen durch die Äste blitzten

Kommt sie wieder, oder bleibt sie weg
Von diesem schönen und ruhigen Fleck?

Wir waren wieder hier und sind zu Danke verpflichtet
Demjenigen, der hat meine Zeilen schwer gewichtet

Und gestiftet hat eine andere Bank
Auf der ich nun ein Kaffeechen trank

Er hat uns zur Freude verholfen, ganz pur
Und bestimmt manchem Freunde, der genießt die Natur

Anmerkung:
Natürlich gilt diese Ode auch für das feminine Geschlecht
Im Falle einer Bankstifterin, was Recht ist, bleibt Recht

Copyright 2017 Tom di Luc

Zwei Schnirkelschnecken

Eine Beobachtung im Sommer,
nach einer warmen Regennacht:

Treffen sich zwei Schnirkelschnecken
Auf dem großen Walnussbaum

Bogen am Stamm nicht um die Ecke
Wandelten wie im Traum

 

Lass mich vorbei, du Bandbewährte
Ich möchte gern nach unten

Warum bitte soll ich gewähren
Den Stamm musst du umrunden

 

Ach weißt du was, wir sind doch zwei
Von gleicher Schneckensorte

Wie wär´s mit einer Liebelei
Erst piano und dann forte

 

Zu nutzen unseren Liebespfeil
Warum nicht, das wäre schön

Ein wenig zarte Kurzeweil
Dann lass´ uns unsere Wege geh´n

Tom di Luc Copyright August 2016

 

Die Flummel

Die Flummel

Schön war das Wetter, wir gingen raus
Da hält uns nichts mehr drin im Haus

Plötzlich kam so ein Ding geflogen
Ein mordsdrum Kerl, ganz ungelogen

Wir hatten so was noch nicht gesehen
Und auch war es nicht sonders schön

Es hatte was von einer Fliege und von einer Hummel
Deshalb tauften wir es neu auf den Namen „Flummel“

Tom di Luc Copyright Juli 2016

Kakaolade

Kakaolade – der Versuch eines schokoladigen Reimes. Die Idee kam mir, als wir eine frisch geerntete (!) Kakaofrucht in Händen hielten. In unseren Breiten ist das gar nicht so selbstverständlich:

Vor kurzem war es uns durch eine Bekannte vergönnt
Zu sehen im Ursprung, was Schokolade man nennt

Gewundert hat uns einmal zunächst
Was und wie die Frucht erwächst

Die Blüten sind direkt am Stamm
So glasig, fein und doch recht stramm

Schaut man gleich in der Pflanzen Höh´n
Erstaunt es uns, was wir dort sehen

Von klein nach groß, von grün nach bunt
Hängen Früchte, die Schoten sind und

Ihr Inhalt ist kulinarisch sehr interessant
Von Hochkulturen auch „Trank der Götter“ genannt

Das Fruchtfleisch, das kaum einer kennt
Hat viele Aromen, von stark bis dezent

Und öffnet man erst einmal die Hülle
Entströmt es blumig bis grasig in Fülle

Bevor hervorkommt der eigentliche Schatz
Was nicht zu fassen ist, in einen Satz

Die Kakaobohne sie liegt geordnet im Bett
Allein das zu sehen, ist schon recht adrett

Und werden die Bohnen noch richtig behandelt
Sich vieles darin schnellt in Feineres verwandelt

Fein mahlen, lange conchieren, das ist ein Muss
Für den außerordentlichen Kakaogenuss

Ob als Getränk, als Tafel, oder Praline
Beim Genießen erhellt sich fast jede Mine

Sie macht also glücklich, das ist nicht schade
Die zartbraune, schmelzende Kakaolade

Tom Luc 2011

Räucherwerk

Räucherwerk, ob lose oder als Räucherstäbchen, bringen eine besondere Atmosphäre in unsere Räume. Sinnvoll, dezent und mit ausschließlich natürlichen Zutaten eingesetzt:

Das Räucherwerk so sanft und leise
Bringt uns in ganz spezieller Weise

Die Welt von Schwingung und von Duft
Ganz sachte durch das Medium Luft

Es spricht fein an so manchen Sinn
Bewegt auch was, tief in uns drin

Es bringt dir sanft die Harmonie
So manchem verbunden mit Poesie

Tom Luc 2012

 

Sterile Wege

Sterile Wege – ein Gedicht von Tom Luc nach wahren Begebenheiten:

Ich weiß nicht, was diesen Menschen bewegt
Der im Wald den Fußweg fegt

Im Herbst das Laub, im Winter den Schnee
Wenn ich so etwas sehe, tut´s mir fast schon weh

Was treibt ihn im Walde zu kehren so viel
Was bewegt diesen Wegefreund, was ist sein Ziel?

Findet er seinen Weg nicht mehr nach Hause
Oder macht er damit von großem Stress eine Pause?

Möchte er hinterlassen zuerst seine Spur
Oder ist es vielleicht Reinlichkeitswahn nur?

Vielleicht möchte er sich nicht die Schuhe beschmutzen
Doch wenn matschig es ist, tut es wenig ihm nutzen

Es sieht nicht sehr schön aus, im Laub die sterile Schneise
Er hat wohl einen Grund, löst es auf seine Weise

Tom Luc 11.11.12

 

Schau dich da
draußen mal um

Schau dich da draußen mal um – eine Aufforderung, sich seine Umwelt und sein Umfeld näher anzuschauen. Nicht um Mängel bei anderen aufzudecken, sondern bei sich selbst…

Der Mensch ist von Natur aus doch dumm
Mach die Augen auf, schau dich da draußen nur um

Und wenn Du siehst, wie es da draußen zugeht
Merkst du erst so richtig, dass er gar nichts versteht

Als Säugling geboren bist du jungfräulich im Geist
Bis dir auferlegte Konvention das Hirn vereist

Erfüllen musst du, wird dir eingebläut
Und somit deine Freiheit ganz fest vertäut

Refrain
Schau dich mal da draußen um, schau mit dem Herzen hin
Wie Vielen es noch schlechter geht, die in der Gosse sind
Hör auf zu jammern und sei froh, hab weiter deinen Mut
Denn wenn du zu dir ehrlich bist, geht es dir doch sehr gut

Der Staat mein, er hätte ein Vorbildfunktion mit all seinen Funktionären
Doch funktionieren tut wirklich nicht viel, wenn wir nicht so eigenständig wären

Er macht uns vor, große Schulden zu machen
Nicht das Geld der Politiker ist es, die können noch lachen

Deren Säckel und Konto ist mehr als gestrichen voll
Wenn das Volk rebelliert, finden Sie es nicht toll

Sind es doch die vielen Kleinen, die es ausbaden müssen
Die Großen drückt vielleicht der Schuh, doch kein Gewissen

Refrain

Der Mensch könnte zufrieden und glücklich sein
Stellte er nur manchmal das Denken ein

Nimm weg die Ellenbogen, setzt ein mehr dein Herz
Es wird funktionieren, das ist kein Scherz

Du kannst die Welt verändern mit kleinen Dingen
Es geht fast von alleine, du musst nichts erzwingen

Hinterlass deine Spuren, ohne zu kränken
Dann wird man auch nach dir noch an dich denken

Refrain – Ende

Copyright Tom Luc 2010

 

Ich möchte in
der Erde wühlen

Keimfreiheit, Sterilität, nur kein Kontakt mit Schmutz, Erde oder Natürlichem. Klar, die Werbung versucht zu suggerieren, dass Keimfreiheit auch gesund ist – mitneffen, äh mitnichten…

Begonnen hat alles mit einem großen Knall
Entstanden aus einem großen Feuerball

Aus Dreck und Staub sind wir geboren
Haben uns diesen Platz hier auserkoren

In Steinzeit und beim Neandertaler gab es keine saubere Stube
War nicht steril, nicht aufgeräumt, es war ne wilde Bude

Heute blitzt und blinkt die Wohnung, ist alles fein sortiert
Man fühlt sich hier doch wohler, als wenn das Chaos regiert

Refrain
Ich möchte gerne in der Erde wühlen
Mich mit der Welt verbunden fühlen
Ich hab Bezug zu einem Leben mitten in der Natur
Was ich hier täglich habe, ist für mich wie eine Kur

Die Werbung sagt uns deutlich, die Keime und der Dreck
Die sind für alle schädlich, die müssen alle weg

Bakterien, Pilze und die Vieren, vernichte sie komplett
Schau in die Küche, in das Bad und vergiss nicht dein Bett

Denn da sind kleine Tierchen drin, die dir dein Bett verkacken
Ich frag mich Leute, was ist los, wer hat denn hier die Macken

Natürlich sind manche Organismen lästig und nicht ohne
Doch es wird sie immer geben, egal wie und wo ich wohne

Refrain

Nun mag der Eindruck jetzt entstehen, das ich ein Schweinchen bin
Vielleicht ein klein bisschen schon, nur nicht in des Dreckes Sinn

Was will ich mit den Zeilen sagen, ich weiß es nicht genau
Vielleicht ist´s gut ein Schweinchen zu sein, und keine große Sau

Lasst die Kinder ruhig mal im Schlamm und Boden graben
Lass sie sich kräftig mal an Schmutzpartikeln laben

Der Unterschied von Dreck zu Dreck ist jedoch ein sehr großer
Denn Umweltschadstoff sollen es nicht sein, ob gebunden oder lose

Refrain

Es ist erwiesen, dass man gesünder lebt, in aufgeräumtem Zimmer
Auch sauber soll es natürlich sein, doch steril mach´s bitte nimmer

Beachte auch, dass wenn du kehrst, es der Dreck vor deiner Haustüre ist
Bei anderen schaut es immer schlimmer aus, doch das ist deren Mist

Mach dir ruhig deine Hände schmutzig, lass brechen deine Nägel
Du kannst sie wieder sauber waschen und lackieren ohne Mäkel

Frage dich mal, wie viele Menschen mit welcher Art Gefühlen
Für dich in diesem Boden ackern und in der Erde wühlen

Refrain

Es ist das Gang und Gäbe in der ländlichen Gegend
In der Großstadt freilich, ist es nicht grade erhebend

Wenn Kinder keine Tiere kennen, zur Kuh nur sagen Muh
Sie wissen sie nicht beim Namen zu nennen, nur dass sie lila ist noch dazu

Wenig menschliches, Enge, Lärm, Glas, Beton und Stein
Ohne Baukultur ragen die Riesen steril in den Himmel hinein

Kein Busch, kein Baum, nur pflegeleichtes Pflaster
Die Blätter sind Unrat, also doch nur ein Laster

Refrain

Auch wenn in der Stadt die Wege kürzer sind
So geht es doch schneller, vielleicht zu geschwind?

Es rast, es lärmt, es stinkt und man kennt sich hier kaum
Na gut, auf dem Lande hängt der Nachbar am Zaun

Er erzählt dir von gestern und von seiner großen Leidenschaft
Und machst du nicht mit, bist du raus aus der Gemeinschaft

Diesbezüglich fordert das Landleben manchmal schon sehr viel
So schön es auch ist, da wünschte ich mir manchmal, es wäre steril

Refrain – Ende

 

Tom Luc 2010

 

Unruhiger Weitblick

Sich nach Ruhe sehnen, auch visuell. Immer weniger gibt es Ruhepole für die Augen, deshalb der Titel „Unruhiger Weitblick“. Irgend etwas von Menschen Gemachtes bewegt sich immer…

Bekanntlich geht man sehr gerne
Auf Berge und blickt gern in die Ferne

Die Natur, die Weite, der Endlosblick
Ja auf den Bergen, da liegt das Glück

Doch zunehmend sieht man in den Weiten
Windanlagenflügel durch die Lüfte gleiten

Kein ruhiger Blick mehr ins Land hinein
Und viele fragen sich, muss das denn sein?

Natürlich, zur Energiewende trägt es viel bei
Doch das Landschaftsbild ist ihnen einerlei

Den Politikern und Planern dieser Giganten
Bisher noch immer sie Argumente fanden

Zu Überzeugen Gemeinden und den Grossteil der Welt
Na klar, es geht um Umweltschutz, Image und Geld

So immens viel ist an Boden verbaut
Und meist mit dem Baustiel die Gegend versaut

Fabriken und Ämter mit Flachdächern zu Hauff
So groß wie Fussballfelder, das fällt auf

Es gibt genügend Platz für Photovoltaik-Anlagen
Und hierzu hört man keinen Politiker was sagen

Stattdessen ist es für viele Menschen Ballast
Die rotierende Unruh auf hohem Mast

Schlagschatten und Geräusche die stören ja nicht
Wohnt man nicht daneben und die Fenster sind dicht

Und wozu soll der Mensch noch Weitblick geniessen
Soll Ruhe und Erholung aus der Natur heraus spriessen

Schnelllebig ist die Zeit eh geworden
Es gibt immer mehr Feiernde und besoffene Horden

Sie gehen bewusstlos um mit sich und der Natur
Von Sensitivität und Mitgefühl keine Spur

Aber ich denke, mit diesen „unruhigen“ Weiten
Kommen mit Sicherheit keine ruhigen Zeiten

 

Tom Luc Juli 2013