Untier an der Auswand
Untier an der Auswand

Untier an der Auswand

Ende Oktober des Nachts wurd ich wach
An der Hauswand gab es einen Mordskrach

Ein lautes Schaben, Knabbern und Beißen
Wer will uns hier das Haus abreißen

Die Wände sind weich, dünn, doch ohne Gebrechen
Will ein Untier für´s Winterquartier die Mauer durchbrechen

Ich ging um zwei Uhr nachts raus, um es zu verscheuchen
Doch bevor ich hin kam, tat es vorher entfleuchen

Wieder ging ich ins Bett, in meinem Tran
Es dauert nicht lang, fing der Radau wieder an

Genervt stürmte ich wieder raus, das Blut war am Wallen
Doch dem Tierchen schien das Spiel zu gefallen

Den Busch gerüttelt, Steine gedreht, auch andres durchsucht
Nichts hab ich gefunden, hab nur leise geflucht

Ich gab mich hin dem Geräusch, davon schlief ich ein
Vielleicht, dachte ich, wird es morgen anders sein

Am nächsten Tag habe ich draußen nachgeschaut
Am Haus war nichts, also doch solide gebaut

Gefunden habe ich, versteckt an der Wand eine Nuss
Sauber aufgenagt und geleert wohl mit Genuss

Der Nager hat es zwar nicht direkt bekundet
Die Nuss ist leer, also hat es gemundet

Das Fazit, so schaut der Umkehrschluss aus
Aus einem Elefanten wird auch manchmal eine Maus

Tom Luc 2012

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