Wei(h)(n)nachten
Wei(h)(n)nachten

Wei(h)(n)nachten

Weihnachten das Fest der Liebe
Weihnachten das Fest vom Glück
Kaum noch sind die Großen und Kleinen
Von dem Flair so ganz verzückt

Gierig auf Geschenke wartend
Enttäuscht, wenn es nicht das gibt
Was man sich so sehr gewünscht hat
Werde ich denn nicht mehr geliebt?

Missverstanden ist der Ursprung
Vom eigentlichen Weihnachtsfest
Nur Kommerz noch um die Zeit
Für manche Familie ist´s ein Test

Denn krampfhaft wird gemacht
Auf Fröhlichkeit und Harmonien
Tief drinnen schaut es düster aus
Am liebsten möchte´ man flieh´n

Schön brav sein und um zu gefallen
Verdrängt man gern sein wahres Ich
Doch Vorsicht, tut’s nicht übertreiben
Im Spiegel doch erblickst du dich

Selbst in den Medien steht es drin
Es ist gut, sozialverträglich zu lügen
Doch wem kann ich den noch vertrau´n
So ein Verhalten sollt man rügen

Ehrlichkeit zeigt wahren Mut
Es ist nicht einfach dies zu leben
Gepaart mit Ethik und Moral
Kann es den Menschen erheben

Lass doch die andern wie sie sind,
wenn sie redlich ihrer Wege gehen
Wo herrscht Gewalt und Unrecht
Da sollte man nicht seitwärts sehen

Und auch ist es eine gute Zeit
In der Versöhnung kann gelingen
Ich sagte es schon mit Ehrlichkeit
nicht nach faulen Kompromissen ringen

So mag die Zeit auch schmerzlich sein
In der man sich bewusst von etwas trennt
Oder wenn´s nun wir zu viel
Man schnell nach Hause rennt

Beschwichtigung ist fehl am Platz
Man hätt´ es nicht verstanden
Weil gerne es die Freunde tun
Und auch die Anverwandten

Vielmehr Verständnis und Vertrauen
Ist was der Mensch nun braucht
Egal was auch gewesen ist
der Zorn ist schnell verraucht

Es ist auch eine Zeit zum Klären
Im Inneren und um uns herum
Es geht ganz sachte, geht ganz leise
Hass, Neid und Falschheit werden stumm

Und doch ist Weihnacht das Fest der Liebe
Der Fröhlichkeit und Harmonie
Es zeigt uns doch das wahre Bedürfnis
Beim Menschen und beim lieben Vieh

Auch diese soll´n wir nicht vergessen
Verschenkt wird so ein Tier sehr häufig
Gedankenlos und ohne Skrupel
Und leider ist dies sehr weitläufig

Hauptsache ein Geschenk muss her
Ob Billig-Kram und Kunststoffteil
Der Hintergrund es sehr banal
Weil bietet es doch jeder feil

Soll bessere Qualität ich kaufen
Nein es könnt meinem Konto schaden
Soll jeder nur sehn wie gut ich bin
Kann dann im Ruhm mich baden

Außen macht es sehr viel her
Doch schau nicht tiefer rein
Denn hinterfragst du manches Teil
Wird es eine Enttäuschung sein

Ein kleines Fazit nun zum Ende
Verschenk nicht Kram und Verlegenheits-Geld
Denn wenn du es nicht ehrlich meinst
Hast das Eigentliche du verfehlt

Ehrliche Worte und ehrliche Taten
Sind mehr wert als das Materielle
Drum fangt nun an zu überlegen
Am besten jetzt gleich auf der Stelle

Genießt, wenn ihr habt die ehrliche Liebe
Die Treue und Verbundenheit
Frag dich auch selber was man tun kann
Denn hierbei ist man ja zu zweit

Frag dich auch was man tun kann
Den Frieden zu erhalten
Anstatt zu dreh´n dich nur und wenden
Und die Wahrheit von dir abzuhalten

Nimm die Natur als Vorbild her
Sie fragt nicht nach dem warum
Alles ist jederzeit für jeden da
Sie ist nicht schlau, sie ist nicht dumm

Natur fragt nicht nach bestem Nutzen
Sie neidet nichts dem andern
Ist es Mensch noch nicht so weit
Verkrustete Strukturen zu unterwandern

Trägheit macht den Menschen gefügig
Hörig dem Staats- und Gesellschaftssystem
Nur nichts verändern und mal aufstehn
Ja bleibt nur sitzen, ist das bequem?

Weihnachten das Fest der Liebe?
Warum denn nur zu dieser Zeit
Währ´ Weihnachten das ganze Jahr durch
So gäb es mehr Freud und weniger Streit

Weihnachten das Fest der Liebe
Der Traurigkeit und Depression
Sie kommt und geht in großen Schritten
Gelernt hat niemand was davon

Weihnachten das Fest der Liebe
Der Wertschätzung und Einigkeit
Doch wie sollen wir zusammenhalten
Wenn Geld und Macht uns nur entzweit

Weihnachten das Fest der Liebe
Des Frustes und der Einsamkeit
Weil alles nur an sich noch denkt
Zum Geben kaum noch bereit

Weihnachten das Fest der Liebe
Der intakten Familienharmonie
Der Unterstützung und der Förderung
Sei doch ehrlich, wo findet man sie?

Weihnachten wie lieb ich dich
Den Duft von Tannen und Gewürzen
Doch wenn ich sehe, wie es draußen zugeht
Drohe ich jedes Mal abzustürzen

Weihnachten, du bist so heimelig
So kuschelig und so geheimnisvoll
Es gibt auch viele schöne Sachen
Ja die genieße – das ist toll

Ich hab ja schon versucht den Reim zu enden
Doch neue Gedanken rauschen stetig herbei
Das ist mein letzter Reim nun endlich
Sonst ist Weihnachten vorbei

Tom Luc 2010

 

 

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