Weinlese
Weinlese

Weinlese

Früh morgens plötzlich sich Stimmen erheben
Der Weinberg fängt richtig an zu leben

Ein Stimmengewirr und fröhliches Lachen
Man fragt sich da, was die nur machen

Männlein und Weiblein sind in den Zeilen
Sie schneiden die Trauben ohne zu verweilen

Der Weinbaudirektor einem zuvor hat erklärt
Der Weinbau hat sich seit Jahrtausenden bewährt

Die Winzer die schuften schon lange von Hand
Doch nun sei man schon lange an die Wende gelangt

Gespritzt wird verträglich, doch oh Wunder
Von dem Zeug gehen alle Pflanzen unter

So manches Tier wird sicher damit kontaktiert
Und sonst auch die Natur unwiederbringlich lädiert

Dann sind da Maschinen die lärmen, grubbern und schneiden
Sind doch noch Menschen, die die Zeilen abschreiten

Nur leider könne man keine Einheimischen engagieren
Die ließen sich zu sehr bitten und hofieren

Die meisten Arbeiter kommen aus Polen
Das täte sich insgesamt für Alle lohnen

Nun ja, die Lese ist in vollem Gange
Plötzlich ein Schuß, es wird einem Bange

Eine Krähe steigt nur einsam auf
Kein Vogelschwarm nimmt seinen Lauf

Es wird kein Tier im Garten des Weines geduldet
Auch damit hat man dem Rechnung geschuldet

Und später im Glase die Traube schön leucht´
Keiner fragt, ob sie durch Gift ist verseucht

Auf Festen und auch bei manchen Feiern
Braucht man davon nichts runterleiern

Dem Menschen macht das sicher nichts aus
Und vom Weine beduselt, geht er zufrieden nach Haus

Tom Luc 29.09.11

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